Das Konzept

Was uns wichtig ist…
Mit Ihren Kindern vertrauen Sie uns das Wertvollste an, was Sie uns geben können. Wir verbringen mit Ihren Kindern einige wertvolle Stunden ihres Tages, daher wollen wir für Sie hier zusammenfassen, was uns beim Umgang mit Ihren Kindern ganz besonders wichtig ist. Viel Spaß bei der Lektüre!

Ein Tag im Kindergarten
Der Tagesablauf im Kindergarten folgt bestimmten, stets wiederkehrenden Abläufen. Diese sollen die Kinder nicht einengen, sondern ihnen gewissermaßen eine Leitlinie geben, an der sie sich orientieren können. Gerade Kinder im Kindergartenalter brauchen, um sich in ihrem Alltag sicher zu fühlen, sich immer wiederholende Rituale, die ihnen Halt geben. Freispielphasen wechseln sich mit gemeinsamen Aktivitäten ab. Die Kinder frühstücken miteinander und räumen hinterher zusammen auf. Mit der Arbeit in Kleingruppen können wir gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingehen. Wir singen im Singkreis und spielen miteinander, machen Fingerspiele und beziehen bei Mitmachgeschichten die Kinder ins Geschehen ein. Wir betrachten gemeinsam Bilderbücher und lesen vor – jeweils inhaltlich auf das Thema abgestimmt, mit dem wir uns gerade beschäftigen. Im Sitzkreis besprechen die Kinder regelmäßig, was sie bewegt. Wichtig ist, dass die Kinder immer wieder Möglichkeiten finden, sich selbst Ruhephasen zu schaffen, sie können Höhlen bauen und sich darin zurückziehen.

Unsere „Übermittagskinder“ bekommen im benachbarten Altenheim Josefshaus jeden Tag ein warmes Mittagessen. Ob Reibekuchen, Reispfanne oder Nudeln „Bolognese“ – der abwechslungsreiche und ausgewogene Speiseplan bietet für jeden Geschmack etwas an. Für nur 45,-€ monatlich können die Kinder aus zwei Tagesgerichten wählen, was sie gerne mögen. Die Erfahrung lehrt – In dem schönen, hellen und großen »Altenheim-Restaurant« kommen alle Kinder ans Essen, denn gemeinschaftliches Essen macht Spaß, satt und stark.

Einmal im Monat kochen oder backen wir gemeinsam mit allen Kindern und verzehren unser Mahl anschließend zusammen im Gruppenraum. Eine große Rolle spielen auch die Feste, die wir mit den Kindern im Jahresverlauf feiern, denn Feste schaffen eine wichtige Struktur im Leben.

Programm für die Altersgruppen – Die Gruppe gibt uns Kraft!
Unsere Kinder werden in drei altersgemischten Gruppen betreut, weil wir der Meinung sind, dass Große und Kleine viel voneinander lernen können. Die Kleinen schauen sich wichtige Fähigkeiten von den Großen ab, die Großen lernen auf die Kleinen Rücksicht zu nehmen und für sie Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder erfahren die Spielregeln des Zusammenlebens in der Gruppe und auch, dass man einander zuhören muss. Sie lernen, sich in der Gruppe als Individuum einzubringen, aber auch die Kraft zu genießen, die die Gemeinschaft mit anderen Kindern bringt. In der Gruppe üben die Kinder den rücksichtsvollen Umgang miteinander und die im Kindergarten vorhandenen Dinge wie Spiele, Kleider etc. sorgsam zu behandeln.

Gleichzeitig achten wir immer darauf, die Kinder in ihrer Altersstufe individuell zu fördern. Bei den „Kleinen“ stehen zunächst einmal die Fertigkeiten des Alltags auf dem Programm. Für die „Mittelkinder“ gibt es immer wieder Angebote, die sie in ihrem geistigen „Forscherdrang“ unterstützen. Ein gezieltes Vorschulprogramm macht die Vorschulkinder im letzten Kindergartenjahr spielerisch mit den Anforderungen der Schule vertraut. Mit allen Kindern erarbeiten wir verschiedene Projekte und Themen und mit altersspezifischen Übungen führen wir die Kinder an den Umgang mit dem Computer heran. Auch die Sprachentwicklung des einzelnen Kindes wird während der gesamten Kindergartenzeit genau beobachtet

Spielen, spielen, spielen
Spielen bedeutet nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch eine wichtige Kulturtechnik einzuüben. Spielen heißt Regeln zu lernen, gewinnen zu wollen und gleichzeitig zu akzeptieren, dass auch das Verlieren zum Leben dazu gehört. Beim Verkleiden ist es herrlich, in andere Rollen zu schlüpfen: Einmal der starke Riese zu sein und beim nächsten Mal der wilde Dinosaurier, die listige Hexe oder das zarte Schäfchen. Mit Handpuppen lassen sich herrliche Rollenspiele aufführen. Durch gemeinsames Spielen erobern sich die Kinder ihre Welt, können Ängste abbauen und Erlebtes verarbeiten.

Toben, toben, toben
Kinder wollen und müssen sich bewegen. Unser Kindergarten bietet hierfür die besten Voraussetzungen. Das herrliche Außengelände lädt zum Toben, Buddeln im Sand, Klettern, Schaukeln, Rutschen und Fahren ein. Die einzelnen Gruppen haben ihre festen Turntage, an denen der Turnraum für Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele zur Verfügung steht. Auch auf unseren Fluren darf nach Herzenslust mit verschiedenen Fahrzeugen gespielt werden. Gerne unternehmen wir auch gemeinsam Spaziergänge in unseren „Hexenwald“ und entlang der Ruhr. Bei uns können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben, was spielerisch die Fein- und Grobmotorik fördert.

Kinder als Künstler
Kinder sind von sich aus kreativ, weil sie alles ausprobieren wollen, was sie noch nicht kennen. Diese Neugier machen wir uns zunutze, indem wir sie spielerisch an alle wichtigen Basteltechniken und Werkmaterialien heranführen. So lernen sie, was ihnen am meisten Spaß macht. Sie dürfen ihre eigene Kreativität ausprobieren und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Sie experimentieren und lärmen mit Musikinstrumenten und bauen selbst ihre eigenen Instrumente und machen damit Musik. Wer mag, sucht sich in der Verkleidungskiste die passende Verkleidung für ein spontanes Theaterstück. Und im Sandkasten lässt es sich am Matschtisch herrlich mit Sand und Wasser arbeiten, im „Backhaus“ kann man herrlichste Sandkuchen „backen“ oder sich einfach nur verstecken. So werden die Kinder mit allen Sinnen gefördert.

„Ich kann das allein“…
… ist ein Satz, den Kinder häufig sagen. Sie wollen alles selbst machen und damit sich und den anderen zeigen, wie groß sie schon sind. Die Selbständigkeit der Kinder zu fördern ist uns ein wichtiges Anliegen. Wer sich selbst die Jacke oder die Handschuhe anziehen und die Schuhe zubinden kann, lernt, sich in seiner Welt immer besser auch ohne die Hilfe der Erwachsenen zurechtzufinden. Und wenn jetzt das Schuhe zubinden klappt, dann klappt morgen vielleicht schon etwas anderes. Als Erzieher begleiten wir diesen Weg des Selbständigwerdens, wir setzen Impulse, dass die Kinder sich ihre Welt immer mehr selbständig erobern. Wir führen sie an der Hand, wo sie Hilfe brauchen, lassen sie allein Verantwortung übernehmen, wenn sie dazu schon in der Lage sind. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Kinder ihren Alltag bewältigen lernen. So gehen wir beispielsweise mit den Kindern einkaufen, um anschließend aus unseren Einkäufen etwas Schönes zu kochen. Wir besuchen mit den Kindern die Polizei und die Feuerwehr, erfahren, wie man sich im Straßenverkehr verhält oder wie der Müll richtig getrennt wird. So lernen die Kinder die Abläufe des täglichen Lebens kennen und ihren Lebensraum zu erfahren und selbst zu gestalten.

Der Kindergarten als Zuhause
Im Kindergarten verbringen die Kinder einen großen Teil ihres Tages. Daher ist es uns besonders wichtig, dass ihn die Kinder als einen Ort erfahren, an dem sie sich zuhause fühlen. Wir wollen für die Kinder und gemeinsam mit den Kindern einen Lebensraum schaffen, in dem sie sicher und geborgen sind und sich entfalten können. Durch unsere Erziehung und unser Vorbild wollen wir den Kindern einen Leitfaden schaffen, an dem sie sich festhalten, aber auch die Selbständigkeit gewinnen können, ihn wieder los zu lassen. Wir wollen den Kindern Raum geben, im Gesprächskreis oder direkt mit ihrer Erzieherin Probleme zu besprechen, wenn sie dies möchten. Im Kindergarten sollen und dürfen die Kinder ihre Gefühle zeigen, fröhlich und traurig sein. Wichtig ist uns auch, dass unsere Kindergartenräume eine Wohlfühlatmosphäre ausstrahlen, aber auch Möglichkeiten für die Kinder bieten, wo sie sich zurückziehen und sich in ihrem eigenen Rhythmus eine Pause schaffen können.

Wir in Kettwig
Als Kindergarten sind wir auch aktiv in Kettwig. So verstehen wir uns als Mitglied der Kirchengemeinde und Teil unserer Stadt und fördern daher die Kontakte zu den verschiedensten Gruppen und Institutionen. Wir Erzieherinnen stehen in engem Kontakt mit den Kettwiger Schulen. Unsere Vorschulkinder dürfen vor der Einschulung in ihrer zukünftigen Schule hospitieren, damit sie einen guten Schulstart haben. Beim jährlichen Pfarrfest helfen wir beim Kinderprogramm mit. Regelmäßig gehen unsere Kinder in die Altersheime, um dort den alten Menschen mit ihren Liedern eine Freude zu machen. Auch bei der Eröffnung des Kettwiger Weihnachtsmarkts, sind wir vom Kindergarten immer mit dabei. Besonders stolz sind wir auf unsere engagierten Eltern, die uns intensiv mit praktischer Hilfe unterstützen. Ohne ihren Einsatz wäre vieles an Zusatzangeboten, die wir den Kindern machen, unmöglich. Sie lesen den Kindern regelmäßig vor, helfen bei Bastelarbeiten und der Vorbereitung unserer Kindergartenfeste.

Kindergarten und Kirche
Als kirchlicher Kindergarten ist es uns ein Anliegen, dass die Kinder die Kirche als einen Ort der christlichen Gemeinschaft erleben. Wir schaffen Begegnungsmöglichkeiten für die Familien der Kinder mit der Kirche in ihrer Heimatgemeinde. Zusammen mit den Kindern erarbeiten wir spielerisch die Bedeutung kirchlicher Feste und feiern sie gemeinsam. An St. Martin beispielsweise ziehen wir nach dem Martinsspiel in einem Laternenumzug durch Kettwig. Für Palmsonntag basteln wir Palmstöcke und machen eine Prozession in die Kirche. Im Kindergarten erleben die Kinder das Beten und den Glauben als Bestandteil des Alltags. Es ist uns wichtig, dass die Kinder christliche Werte wie Nächstenliebe praktisch erfahren und lernen, wie schön es sein kann, für andere Verantwortung zu übernehmen.

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